Die Schande des Materialismus

Die heutige moderne westliche Gesellschaft lebt in und mir einer unvorstellbaren Schande die so groß ist, dass man sie leicht übersehen kann.
Die Schande des Materialismus

Selbstlosigkeit ist eine Tugend, die unabdingbar ist, um die natürliche Harmonie zu erhalten, was für Natur und Gesellschaft gleichermaßen gilt.

Eine Gesellschaft mit vollkommen selbstlosen Individuen wird früher oder später in vollkommener Harmonie leben. Eine vollkommen egoistische Gesellschaft, in der jeder ohne Rücksicht auf Natur und Mensch nur sein eigenes Wohl im Blick hat, wird jedoch früher oder später im vollkommener Disharmonie (Chaos) enden.

Und anhand der Natur lässt sich dies sehr einfach beweisen. Ihre Wesen, sofern man den Mensch außen vorlässt, sind sehr selbstlos und d.h. bspw. Tiere nehmen nur so viel Nahrung zu sich, wie sie zum körperlichen Überleben benötigen und sie entnehmen generell nur so viel Ressourcen aus dem Naturkreislauf, wie sie zu einem vernünftigen Leben bedürfen. Insbesondere und genau aus diesem Grund herrscht in diesem Sinne in der Natur auch vollkommene Harmonie oder anders gesagt: sie ist alles in Allen selbsterhaltend und jedes ihrer Lebewesen ist im Normalfall immer mit allem Nötigen ausreichend gut versorgt.

Schaut man sich aber in der heutigen Welt um, so erkennt man bereits die Früchte des Egoismus sehr deutlich, denn diese Welt wird zweifelsfrei immer disharmonischer, vor allem, weil der immer stärker werdende Egoismus, die große Verschwendung natürlicher Ressourcen und das unnatürliches Verhalten des Menschen die natürliche Harmonie vor allem in der sogenannten westlichen Welt massiv stört.

Der heutige westliche "zivilisierte" Mensch isst und trinkt häufig viel mehr, als er zum einfachen körperlichen Überleben benötigt. Mehr noch, konsumiert er regelmäßig Genussmittel, die nicht nur vollkommen unnötig für das körperliche Überleben sind, sondern die auch sehr oft das körperliche Überleben signifikant schwächen, indem sie viele negative Wirkungen auf den Körper hervorbringen. Alles in Allen ergibt allein diese Tatsache des überbordenden Genußmittelkonsums aller Gesellschaftsschichten eine gigantische und sehr unvernünftige, sprich unnatürliche Verschwendung natürlicher Ressourcen.

Zudem besitzt der durchschnittliche westliche Mensch heute sehr häufig Dinge, die er zum vernünftigen Leben absolut nicht benötigt. Alle solche Dinge die nur der übertrieben Eilkeit dienen, funktionstüchtige Gegenstände, die bspw. nur aus Modegründen o.ä. ersetzt bzw. entsorgt werden, Dinge die nur der übertriebenen Bequemlichkeit dienen, kurzum unnötiger materieller Besitz, all das und noch viel mehr stellt ebenso eine unvorstellbar große Verschwendung natürlicher Ressourcen dar, da all das zum vernünftigen Überleben nicht benötigt wird.

Luxus wurde einst ganz zu Recht als Verschwendungssucht verurteilt, stellt aber heute für viele Menschen den Inbegriff eines erfüllten Lebens dar?! Bei einer Gesellschaft mit einer so verqueren Wertebasis muss man sich nicht wundern, dass sie den offensichtlichen Hang zur Selbstzertörung in sich trägt.

Diese unsägliche Verschwendung, die heute in großen Teilen dieser Welt und insbesondere in ihrem sogenannten westlichen Teil Tag für Tag millionenfach stattfindet, ist an Unvernunft und Unnatürlichkeit fast nicht zu überbieten - und dennoch halten genau das viele für ein deutliches Zeichen einer forschrittlichen womöglich sogar noch ökologisch nachhaltigen Zivilisation!

Aber bei klatrem Verstand und genau betrachtet ist das eine Schande, und zwar eine sehr große Schande mit welcher Unbekümmertheit heute täglich natürliche Ressourcen in einem gigantischen Ausmaß verschwendet werden. Kann man eine solch gigantische Verschwendung in der so übermenschlich effizienten, hochkomplexen, intelligenten und sparsamen Natur beobachten?

Und ich sage deutlich: vernünftiges Überleben, denn es geht nicht darum, wieder wie in der Steinzeit zu leben, und alle technischen Errungenschaften hinter sich zu lassen, sondern darum, unnötige Verschwendung möglichst zu vermeiden und dennoch kultiviert und demzufolge wahrhaft zivilisiert zu Leben. Der Mensch hat natürlich Bedürfnisse, die über das Tier hinausreichen, bspw. Kunst und Kultur und es ist nicht zwangsläufig unvernünftig hierfür Ressourcen zu verbrauchen. Nein. Es geht darum, dass heute von dieser materialistischen Gesellschaft Ressourcen ganz unbekümmert in einem gigantischen Ausmaß verschwendet werden und vor allem geht es darum, dass uns allen sehr gut bekannt ist, dass die Natur sehr intelligent dabei ist, ihre Probleme zu bewältigen. Und wenn eine Gesellschaftsform ein Problem (der Disharmonie) in der Natur wird (m. E. ist sie dies bereits seit längerem), dann muss dieses Problem (die Disharmonie erzeugende Gesellschaft) mit signifikanten Konsequenzen rechnen.

Diese Fakten und Zusammenhänge sind für jeden nachvollziehbar und kein vernünftiger Mensch wird sich ihnen verschließen können. Und dazu bedarf es auch keinerlei Metaphysik. Es exisiteren nicht nur weltliche Gesetze, vor denen der Mensch sich zu verantworten hat, sondern auch geistige (sprich die ewige moralischen Gesetze = Tugenden = natürliches Leben). Die Harmonie wird früher oder später zwangsläufig wieder hergestellt, auch dafür steht Karma und einer so grob unvernünftigen Gesellschaft, wie diese materialistische Gesellschaft, die sich in ihrer ausgewachsenen Hybris allen Ernstes auch noch für die zivilisierteste Gesellschaft hält, die je das Antlitz dieser Erde bevölkerte, wird demnach selbstverschuldet weder ein sehr langes Leben noch ein friedliches Ende bestimmt sein.

Und das was für eine Gesellschaft in der Summe gilt, gilt natürlich auch für jedes der Individuen, aus denen sich eine Gesellschaft zusammensetzt. Nicht umsonst wurden uns zu jeder Zeit und von allen Weisen dieser Welt die Tugenden gepredigt. Sie sind unabdingbar für ein natürliches Leben in Harmonie mit der Natur - unserer Lebensgrundlage. Jeder muss bei sich selbst anfangen und möglichst tugendhaft, d.h. möglichst sparsam, vernünftig und natürlich sein, um möglichst in Harmonie mit der Natur zu leben. Nur so kann sich die Welt hin zum besseren ändern: Werde ich ein wenig tugendhafter und vernünftiger, so ist auch diese Welt ein wenig vernünftiger und tugendhafter geworden.

Und das fängt bei den kleinen Dingen des täglichen Lebens an, bspw. nutze ich seit einiger Zeit wieder Stoff- anstatt Papiertaschentücher.



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