Diskriminierung durch Humanistischer Pressedienst e.V. (hpd)

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Eine Reportage des atheistisch-neuhumanistischen hpd vom 27.02.2014 diskriminiert pauschal Esoteriker, insbesondere aber Theosophen als Rassisten und Antisemiten.

Es handelt sich dabei um eine Reportage von Christoph Baumgarten, der das Wiener "esoterikaffine Milieu" näher beleuchtet und es in der Mittelschicht verortet. Der Grund warum besonders die gebildete Mittelschicht so "esoterikanfällig" ist, ist – dank eines weiteren Autors, dessen Buch auf dem Portal nicht nur mit diesem Artikel beworben wird – sehr schnell begründet.

Kurz und in sich selbst widersrpüchlich gesagt lautet er: weil diesen Menschen so intelligent sind. Das aber nicht etwa, weil es logisch zwingend ist ein geistiges Prinzip als Urgrund aller Dinge anzunehmen oder diese Menschen immer mehr klar wird, was für Unsinn mitunter die moderne Wissenschaft lehrt oder weil die kirchlichen Dogmen abgewirtschaftet haben oder etwa, weil immer mehr Menschen spüren und immernoch weit über 2/3 Drittel aller Menschen dieses Planeten felsenfest daran glauben, dass sie beseelte Wesen sind, nein, all das nicht. Der einfach Grund des Autors lautet im Detail:

Sie können also ihren eigenen Irrationalismus besser rationalisieren. Außerdem sind sie selbst wohl die letzten, welche sich selbst ihren Irrglauben eingestehen würden. Zudem triggern esoterische Lehren vor allem auch unseren Narzissmus.

Oder anders gesagt, weil diese überaus selbstverliebten und sich selbst belügenden sehr irrationalen Menschen (Esoteriker) so intelligent sind, können sie sich und anderen gegenüber ihre eigene Dummheit (ihr Glaube, hier pauschal Irrglaube) viel besser rechtfertigen – eine wahre Glanzleistung sophistischer Kasuistik.

Zudem wird, wie so oft in solchen esoterikfeindlichen Artikeln, die Esoterik als "besserer" Kapitalismus im Sinne von Konsumterror und Abzocke dargestellt. Ich sagte es bereits an anderer Stelle: Das der Kapitalismus auch im Bereich Esoterik von statten geht, ist doch in diesem kapitalistischen System nur eine logische Konsequenz, aber wer Esoterik nur allein darauf beschränkt, der ignoriert bzw. ideologisiert überaus offensichtlich und führt also eher eine pauschale Verunglimpfung der Esoterik im Schilde.

Aber das "Beste" und zugleich (propagandistischer) Kern des Artikels wird durch folgende Äußerung eingeleitet:

Nur die in diesen Kreisen durchaus nicht unübliche rechtsradikale Literatur scheint es hier nicht zu geben [in dem besuchten Esoterikladen, Anm.]. Zumindest springt nichts einschlägiges ins Auge.

Esoteriker grundsätzlich (oder hier üblicherweise) als Nazis zu verorten, ist eine sehr beliebte Vorgehensweise des weit linken Milieus, um aufgrund der Abhängigkeit von staatlichen Fördergeldern einen möglicht großen rechten Teufel an die Wand malen zu können und zudem auch eine sehr beliebte Vorgehensweise kirchlicher Kreise, welche im Nachkriegsdeutschland die kirchliche Strategie, Esoteriker pauschal als Satanisten zu klassifizieren, weitestgehend abgelöst hat.

Letztere Strategie wird heute fast nur noch über verschwörungstheoretische Kreise kolportiert, da für aufgeklärte Menschen der "Tefeulsglaube" wohl obsolet ist, wohingegen die "Nazi-Keule" scheinbar noch gute Reslutate liefert.

Und ja, es mag sicher Nazis geben die Esoteriker sind, aber genauso sicher ist es natürlich nicht üblich, wie der Artikel glauben machen will, dass Esoteriker per se Nazis sind noch haben die esoterschen Lehren zum Nationalsozialismus beigetragen.

Und in solchen "subtilen" Hetz-Artikeln kommt man dann ganz konsequent und wie üblich auch relativ schnell zur "dunkeln Seite der Esoterik":

Auf Blavatsky gehen direkt und indirekt zahlreiche esoterische Strömungen zurück, wie die Theosophie, die Anthroposophie und teilweise auch die Ariosophie. Blavatsky hat bereits im 19. Jahrhundert die weiße “Arische” Wurzelrasse als rein und überlegen dargestellt. Juden seien ein “abnormes und widernatürliches” Bindeglied zwischen zwei “Wurzelrassen”.

Die Ariosophie auf die Theosophie zurückzuführen ist lt. aktueller und seriöser Forschung falsch (s. Goodrick-Clarke). Auch das Blavatsky die "Arische" Wurzlrasse als rein und überelgen darstellt ist falsch und auch die Äußerung, dass die Juden ein “abnormes und widernatürliches” Bindeglied zwischen zwei “Wurzelrassen” sind, ist natürlich falsch und bei Madame Blavatsky nicht zu finden.

Ich habe mich mit diesem Themenkreis im Artikel "Was Theosophie nicht ist" näher auseinandergestzt. Das dieser Schmutz auch auf Wikipedia verbreitet wird, habe ich hier deutlich gemacht. All das sind Verleumdungen der übelsten Sorte, auch oder gerade, wenn sie von "Historikern" verbreitet werden. Die eben genannte Lügen werden bspw. durch einen Kunsthistoriker namens Schweidlenka verbreitet, auch ein Österreicher, man kennt sich wohl in der Szene. Ich habe mir vor einiger Zeit die Mühe gemacht, einer seiner Hetzschriften voller Lügen zu analysieren. Mein stichhaltig begründetes Fazit – Gegenüberstellung seiner kruden Thesen und der von ihm behandelten Primärliteratur – lautete damals wie heute:

Die Ausführungen von Dr. Roman Schweidlenka bezüglich der theosophischen Lehren Madame Blavatskys und der Theosophie offenbaren ein so katastrophales Nichtwissen und Missverständnis dieser Lehre, dass Herrn Schweidlenka jegliche fundierte Meinung speziell zu diesem Themenkreis vollkommen aberkannt werden muss.

Staatlich alimentiert werden auf diese Art und Weise solche Lügen in die Welt gesetzt – aufgrund dessen ich schon von anderen öffentlich diskriminiert worden bin – die dann von anderen gerne und unreflektiert übernommen und weiterverbreitet werden, s. Christoph Baumgarten bzw. hpd.

Damit aber werden allgemein Esoteriker und insbesondere Theosophen weitestgehend pauschal als Antisemtinen und Rassisten abgestempelt, natürlich zu Unrecht und sie werden damit natürlich nicht nur stigmatisiert sondern auch diskriminiert, was nichts anderes bedeutet, als Rassismus, in seiner heute erweiterten Definition.

Wrklich sehr "humanistische" Menschen in einem sehr "humanistischen" Verein.

Das es auch anders ganz geht, zeigt bspw. ein Artikel von Dirk Hughes in der Hoffington Post, indem die Theosophie als durchaus vernünftige esoterisch-philosophische Alternative zu der immernoch herrschenden spirituellen Strömung aufgezeigt wird.

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