Traditionen pflegen: Der Getreidebrei

Schon unsere Ahnen in grauer Vorzeit kannten ihn und als Kind in Form von Haferflocken, habe selbst ich ihn noch aufgetischt bekommen.
Hafer Dinkel und Wizen

Die Basis des Getreidebreis: natürlich angebauter Hafer, Dinkel und Weizen. (Bild: Steven Otto)

Bei mir gibt es zum Frühstück Getreidebrei.

Zutaten: 1 Liter Wasser, 300-400 g Gemüse (meistens Möhren), 200-300 g Kartoffeln, 200 g Getreide (meist eine Mischung aus Hafer, Dinkel und Weizen, das ich mir vom Ökobauern kommen lassen), 1 EL Öl.

Ich setze 1 Liter Wasser auf die höchste Stufe am E-Herd. Und beginne die Kartoffeln zu schälen in kleine Stücke zu schneiden und in den Topf zu geben. Während die Kartoffeln anfangen zu kochen, schäle ich die Möhren (wenn sie aus dem Supermarkt sind), verarbeite sie zu kleinen Stücken und lasse sie vorerst stehen. Durch die Möhren gibt es auch ordentlich was zu beisen.
Dann wird das Getreide mit der Handmühle gemahlen und in den Topf zu den kochenden Kartoffelstückchen gegeben. Ist das vollbracht stelle ich den Herd auf sehr kleine Stufe. Dabei wird fast ständig umgerührt. Nach ca. 5 min, wenn die Aktivitäten im Topf fast zu Ruhe gekommen sind, stelle ich auf mittlere Stufe und rühre öfters um. Nach weitern 10 min stelle ich den Herd aus und die Resthitze übernimmt für die kommenden 5 min. Nachdem das Getreide 20 Minuten ordentlich erhitzt wurde, ist die anfängliche Suppe zu einem mal mehr mal weniger flüssigen Brei geworden, je nachdem wie lange ich für die Möhren gebraucht habe. Der fertige Brei kommt dann auf den Teller, darüber kommen die rohen Möhren (oder anderes Gemüse) und der EL Öl.

Das sind alles in allem ca. 1.000 Kalorien (ca. 45% des Tagesbedarfs), was ich aber benötige, da ich z. Zt. regelmäßig jeden zweiten Tag Kraftsport mache aber vor allem, da ich von um 5 bis um viertel nach 6 frühstücke, es keine Zwischenmahlzeiten gibt und ich erst um 12 Uhr, d. h. nach 5 bis 6 Sunden wieder esse.

In Detail sind allein in der Nahrung ohne dem Wasser: 1.000 kcal, 30 g pflanzliches Eiweiß und ein guter halber Liter Wasser, das zum Großteil aus den Kartoffeln und Möhren stammt. D.h. ich nehme mit diesem Frühstück auch einen guten Liter Wasser zu mir, unter der Annahme, dass während des Kochens 0,5 Liter von dem Kochwasser verloren gegangen sind. Durch dieses Frühstück decke ich mehr als die Hälfte des täglich empfohlenen Mineral- und Viraminbedarfs. Varianten mit anderen Gemüsearten oder Kohlenhydraten sind natürlich möglich.

Was die Gründe für die seltsame Zusammenstellung angeht, darauf gehe ich in einem Artikel zum Thema gesunde Ernährung ein. Nur soviel, sie ist nach Trennkostregeln zusammengestellt und im Säure-Basenhaushalt. Zudem wird gekocht, was ernährungstechnisch gekocht werden sollte (Getreide, Kartoffeln) und belässt alles andere als Rohkost.

Die Umgewöhnungsphase war hart, zumal ich jahrelang überhaupt nicht oder erst realtiv spät gefrühstückt habe. Aber mein sehr verbessertes Wohlbefinden relativ zügig nach der Umstellung hat diese Ernährungsweise (s. Artikel) vollkommen bestätigt. Ab und an mach ich auch Pausen von bestimmten Nahrungsmitteln, bspw. Kartoffel- oder Möhrenpause oder es gibt zum Frühstück auch mal Eintopf, halt was anderes. Jeder muss letztlich individuell schauen, was er verträgt und womit er sich wohl fühlt. Vernünftig sollte es dabei aber schon zugehen.

Vielleicht sollte ich noch anmerken, dass, sofern man sich von der heute üblichen Kost ernährt, dieser Brei nach so gut wie überhaupt nichts schmeckt. Als ich meine Ernährung umgestellt habe und weitestgehend auf Gewürze und industrielle Lebensmittel(ersatzprodukte) verzichtete, dauerte es ein paar Wochen, bis sich mein Geschmackssinn normalisierte. Heute schmeckt mir so ein Brei vorzüglich.

Diese Mahlzeit kostet in meiner Ausführung (große Menge, gutes Öl, Quell- anstatt Leitungswasser) unter 3 EUR.

Verschlagwortung: 

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