Südfrucht vs. Nordfrucht

Warum kaufen wir Südfrüchte oder anders gefragt, was unterscheidet die Südfrüchte wesentlich von den Nordfrüchten?
Ein Apfel

Mein Obst-Favorit: der Apfel, ein Rosengewächs und wenn man sich daneben mal die Frucht der Rose, eine Hagebutte, vergegenwärtigt, dann muss man doch auch mal sagen: Mutter Natur (für Christen Maria), du bist wundervoll und Danke für deine grenzenlose Fürsorge! (Bild: Steven Otto)

An apple a day keeps the doctor away (englisches Sprichwort)

Als ich angefangen habe mich etwas genauer mit dem Thema Ernährung auseinanderzusetzen und ich auf Trennkost umgestellt habe, viel mir im Rahmen der anfänglichen Kalorienzählerei etwas wichtiges auf und zwar hinsichtlich der Inhaltsstoffe der Nahrungsmittel, genauer der Vitamine und Mineralien. Zuerst einmal muss man natürlich feststellen, dass Südfrüchte auch keine anderen Vitamine oder Mineralien enthalten als Nordfrüchte, soweit ist das wohl jedem klar. Es geht also lediglich um die verschiedenen Mengen dieser Inhaltsstoffe.

Mal als Bsp. Apfel und Apfelsine: Das nimmt sich fast überhaupt nichts, der einzige wesentliche Unterschied ist das Vitamin C, wobei der Apfel a 100 g 12 und die Apfelsine 50 mg enthalten. Aber viel ist auch 50 mg nicht, denn Paprika enthält bspw. 140, Blumenkohl 70 und selbst Löwenzahnblätter noch 33 mg auf 100 g. Die Banane bspw. enthält relativ viel Kalzium (382), Magnesium (36) und Mangan (0,5) nicht nur im Verhältnis zum Apfel (144, 6, 0,07). Aber die Brennnessel oder Kartoffeln enthalten ebensoviel Kalzium, Löwenzahnblätter genausoviel Magnesium und Kopfsalat das doppelte an Mangan.

Was ich damit sagen will ist folgendes: Südfrüchte sind im Grunde genommen unnötig, wenn wir es aus rein ernährungstechnischer Hinsicht betrachten und wir uns vernünftig ernähren. Nichts ist in einer Kiwi, was wir nicht auch in heimischen Obst und Gemüse finden können. Wieso sollte ich also solche Früchte kaufen, die zigtausende von Kilometern transportiert wurden und damit eine sehr negative Energiebilanz aufweisen gegenüber dem heimischen Obst?

Der einzige Grund ist sinnlicher, d.h. rein körperlicher Natur, d.h. weil sie so exotisch sind, weil sie anders aussehen und anders schmecken. Nach Geschmack und aussehen zu essen gehört nicht zu meinen Ernährungsgrundsätzen, denn wäre dem so, dann würde ich mich den ganzen Tag von bunten Zuckerguss geschmückten Buttercreme-Törtchen ernähren. Mir schmeckt zwar alles, was ich so esse und das Aussehen, OK so ein Getreidebrei (heute morgen mit Rosenkohl) macht nicht allzuviel her, aber wie gesagt: Es geht mir nicht primär darum, sondern eher um die richtige Ernährung meines Körpers, worum denn sonst? Und ganz ehrlich, wenn ich nicht essen müsste, um meinen Körper zu ernähren, ich würde nie mehr einen Bissen essen, wieso auch?

Ich esse unter anderem sehr viel Gemüse und viel Obst, jeden Tag und ich nehme jeden Tag mehr Mineralien und Vitamine zu mir, als empfohlen wird, einfach weil ich so gesunde Dinge und viel Rohkost esse (und öfters mal nachgerechnet habe). Ich benötige dafür keine Südfrüchte und ich kaufe auch kein Gemüse, was aus tausenden Kilometern Entfernung angeliefert wurde. Ausnahmsweise vielleicht nochmal was aus Holland, Spanien oder Italien, aber im Grunde auch das nicht mehr wirklich und was weiter weg ist, halte ich sowieso für absolut unsinnig, auch wenn Firmen ihr Geld damit verdienen mögen, wie bspw. auch mit den unsäglichen Papiertaschentüchern.

Wenn ich einen kleinen Pfirsichbaum im Wintergarten stehen habe, wieso nicht. Aber weil mir unsere Mutter Natur so am Herzen liegt und ich das auch durch Taten zum Ausdruck bringen möchte, verzichte ich schon länger auf Südfrüchte und auch der Apfel aus Peru ist für mich natürlich keine Option. Und dank der Kontakte zu heimischen Obstbauern ist das auch relativ vernünftig möglich (Birnen aus Deutschland habe ich im Supermarkt schon lange nicht mehr gesehen). Das die Energiebilanz dieser Äpfel und Birnen auch nicht so sauber ist, weil sie bereits monatelang gekühlt wurden, wenn ich sie bspw. im Jänner von ihm kaufe, ist mir auch klar, nur die Richtung stimmt, zumal dieses Obst tatsächlich auch chemisch sauber ist und so lange wie ich noch nicht die eigene Obstwiese hinterm Bauernhof habe, muss ich natürlich auch Kompromisse eingehen.

Fazit: Südfrucht siegt sehr knapp, wird aber nicht mehr zum spielen eingeladen.

Verschlagwortung: 

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