Sehr wichtig: vernünftig ernähren

Wie heute allgemein gegessen wird, ist nach wissenschaftlicher Sichtweise und im Lichte der Vernunft absolut desaströs.
Obst und Quark

Obst und Eiweiß, eine Kombination, an der auch der Körper seine Freude hat. Links oben: Blütenpollen. (Bild: Steven Otto)

Eine vernünftige Ernährung ist von sehr grundlegender Bedeutung für ein Menschenleben. Die heute übliche Ernährung ist weitestgehend unvernünftig. Laut wissenschaftlich fundierten Ernährungsregeln ist nur Trenn- und nicht Mischkost optimal oder vernünftig. Auch andere Sachverhalte, wie bspw. der Säure-Basenhaushalt sind zu beachten. Details und wissenschaftliche Beweise etc. sind dem Buch die Methusalem-Ernährung zu entnehmen, das die Basis meiner Ernährungsweise darstellt und auf das ich mich hier beziehe.

Dabei gelten folgende wichtige Regeln, die zuerst einige Lebensmittelgruppen festlegt und die Kombination dieser Gruppen untereinander regelt. Die Gruppen sind:

  • Kohlenhydrate (Getreide, Kartoffeln, Gemüse, Pilze etc.)
  • Eiweiß (Milchprodukte wie Milch, Quark, Käse oder Fleisch, Eier, Fisch, Nüsse, Ölsamen etc.)
  • Fruchtsäurehaltige Lebensmittel (Obst) und Ölsamen (Nüsse, Sonnenblumenkerne etc.)
  • Neutrale Lebensmittel (Salz, Öle, Honig, Gewürze etc.)

Die zulässigen Kombinationsregeln lauten:

  • Alle Lebensmittel einer Gruppe dürfen untereinander kombiniert werden
  • Eiweiß und Obst bzw. Ölsamen
  • Neutrale Lebensmittel dürfen mit allem kombiniert werden

Was es außerdem zu beachten gibt:

  • Salz und rohes Getreide oder Salz und rohe Nüsse vertragen sich nicht in einer Mahlzeit und auch nicht am gleichen Tag.
  • Eiweißspeisen sollte nicht morgens gegessen werden, da die Verdauung erst später am Tag optimal dafür ist.
  • Die Mahlzeiten müssen immer sehr ausgiebig gekaut/eingespeichelt werden, damit sie der Körper besser, in manchen Fällen überhaupt erst verwerten kann, d. h. alles sollte zu einem Brei verabreitet werden, bevor man es hinunterschluckt.
  • Während, mindestens eine halbe Stunde vor und nach dem Essen sollte nicht getrunken werden, dass Wasser löscht das „Feuer der Verdauung“, d. h. verwässert die Magensäure.
  • Raffiniertes Salz, raffinierter Zucker und raffiniertes (Weiß-)Mehl sind schädlich und darauf sollte verzichtet werden. Anstatt dessen sollte man natürlichen Zucker (bspw. Honig oder Obst enthalten gesunden oder natürlichen Zucker) und natürliches Salz, bspw. Meersalz und Vollkornmehl verwenden.
  • Umso natürlicher und roher die Nahrungsmittel sind, umso gesünder sind sie. Umso mehr sie industriell verarbeitet oder gekocht sind, umso weniger wertvoll sind sie. Rohkost ist daher vorzuziehen, da es das höchste Energieniveau hat. Nur wenige Dinge müssen gekocht/erhitzt werden, damit sie besser verträglich oder optimal verwertet werden können, dazu zählen bspw. Getreide, Kartoffeln oder Kohlsorten (roh für viele weniger gut verdaulich) und (zumindest mache ich das so) Eier und Fisch.
  • Ferner sollte man pro Tag  ca. 2,5 g natürliches Salz und pro kg Körpergewicht 0,5 g Eiweiß zu sich nehmen. 100 g Quark enthalten bspw. ca. 8 g und 100 g Milch ca. 3 g Eiweiß.
  • Hinzu kommt die empfohlene tägliche Zufuhr an verschiedenen Mineralien und Vitaminen, über die man sich aber bei der folgenden Ernährungsweise keine großen Gedanken machen muss, da diese dann mehr als genug mit der täglichen Nahrung aufgenommen werden.
  • Und natürlich sollte auch ausreichend Wasser getrunken werden, mindestens jedoch 2 Liter bei einer durchschnittlichen Erwachsenen Person und nomralen Temperaturen bzw. Tätigkeiten. Man darf in diesem Zusammenhang nicht vergessen, dass man auch mit den Nahrungsmitteln bereits Wasser zu sich nimmt, bspw. sind selbst in 100g Weizen noch 13g Wasser, in 100g Äpfeln sind es 85 g. Wasser kann umso mehr bei der innern Reinigung dienlich sein, je weniger Mineralstoffe es enthält. Die Art der Mineralstoffe im Wasser sind ohnehin für den Körper viel schwerer bis überhaupt nicht zu verwerten im Gegensatz zu pflanzlichen Mineralstoffen. Ich trinke stilles natürliches Quellwasser unbehandelt und aus Glasflachen. Die lasse ich mir liefern. Das kostet mich zwar 5 EUR liefergebür und die der Liter Wasser 1,20 EUR (St. Leonhard-Quelle). Wie unbezahlbar ein gesunder Körper ist, verstehen zwar viele Menschen, aber sie handeln oft nicht danach.

Des Weiteren ist auf den Säure-Basen-Haushalt der Nahrung zu achten.

  • Die Mahlzeiten (oder mindestens innerhalb eines Tages) sollten deshalb in etwa aus 2/3 basischer und nur zu 1/3 aus säurebildender Kost bestehen.
  • Basenbildend sind reifes Obst, Gemüse und deren Säfte, Kartoffeln, Maronen, Milch (untrahocherhitze Milch ist nicht basenbildend und zudem ist homogenisierte Milch nicht gesund), Molke, Kräuter, Pilze.
  • Säurebildend sind Getreide, Nüsse, Ölsamen, Quark, Honig. Stark säurebildend sind raffinierter Zucker und raffiniertes Mehl, Fleisch, Eier, Käse, Fisch, Öle, Fette und Genussmittel.

Wer sich nun nach diesen Regeln gesund ernährt, kommt mehr oder weniger zwangsläufig zu folgenden Essgewohnheiten, beispielhaft an meinem Speiseplan, der drei Haupt- aber keine Zwischenmahlzeiten enthält. Zeitlich in etwa zwischen den Mahlzeiten wird vormittags und nachmittags nur das nötige Wasser getrunken.

Morgens um 5 Uhr nehme ich ca. 45% der täglichen Kalorien zu mir, auch weil der Darm am frühen Morgen am aktivsten ist und im Tagesverlauf seine Aktivität nachlässt und Abends am schwächsten ist. Die Mahlzeit besteht aus frisch gemahlenen Getreide (Hafer, Weizen, Dinkel vom Biobauern, Roggen eignet sich nicht), das mindestens 20 Minuten mit Kartoffeln gekocht wird, d.h. ein mehr oder weniger traditioneller Getreidebrei. Dazu Möhren oder anderes (heimisches) Gemüse als Rohkost, sowie etwas Öl zum Schluss oben dauf. Das Mengenverhältnis ist 1/3 Getreide, Öl (1 EL) und 2/3 Gemüse, Kartoffeln (Kartoffeln wiederum ca. 1/3 bis max. 1/2 der Gemüsemenge). Aufgrund des ordentlichen Kauens sitze ich an dieser Mahlzeit 1 bis 1,5 Stunden, vor allem wenn Möhren dabei sind.

Mittags um 12 Uhr esse ich wiederum Getreide, dieses mal in Form von Brot mit Butter und gemischten Salat mit allerlei (heimischen) Gemüse, dazu ergänzend die Tagesration Salz, sowie ein wenig Öl und ggf. Kräuter. Das Mengenverhältnis ist hier 1/3 Getreide, Öl (säurebildend) und 2/3 Gemüse (basenbildend) und alles in Allen entspricht diese Mahlzeit in etwa 35% der täglichen Kalorienmenge.

Abends um 17 Uhr esse ich (heimisches) Obst und reinen Natur-Quark oder Natur-Joghurt oft mit Honig, ggf. Käse oder Eier mit Quark, Fisch, Kräuter o.ä., d. h. die tägliche Ration Eiweiß mit Obst. Genau genommen ist natürlich auch in fast allen anderen Nahrungsmitteln Eiweiß enthalten. Fisch oder Eier esse ich als direktere tierische Produkte ca. zwei Mal in der Woche.
Jeden 2. Tag gibt es ein Glas (nicht utrahocherhitzte und nicht homogenisierte) natürliche Milch mit Abstand von 1 Stunde nach dem Abendessen, die nicht in die Berechnungen als Puffer einfließt. Das Mengenverhältnis der Mahlzeit ist 1/3 Eiweiß (säurebildend) und 2/3 Obst (basenbildend) und auch hier wieder 20% der täglichen Kalorienmenge.
Es sollten aber auch nicht zu viel Fruchtsäuren auf lange Dauer pro Tag konsumiert werden. Ich esse bspw. nicht mehr als 400 g oder ca. 3 mittelgroße Äpfel am Tag, was bei mir noch mit der benötigten Eiweiß-Menge pro Tag im Säure-Basen-Haushalt harmonisiert. Birnen bspw. enthalten relativ wenige Fruchtsäuren. Erhitzte Nüsse sind aufgrund der dann erhitzten Öle/Fette ungesund. Daher bleiben vernunftgemäß nur rohe Nüsse, die ab und an, aber eher selten gegessen werden. Dann verzichte ich auf Salz (s.o., verträgt sich nicht mit rohen Nüssen) mindestens 1,5 Tage davor und 1,5 Tage danach und sie werden wenn dann abends zum Obst bzw. Eiweiß gegessen.

Mit diesem Speiseplan esse ich relativ vernünftig und gesund, d. h. nach Trennkostregeln, im Säure-Basenhaushalt mit allen Vitaminen, Mineralstoffen und Eiweißen die der Körper benötigt (detailierte Aufstellung als PDF), das aber, aufgrund der strikten Trennkost etc., entgegen jeglicher heute als normal empfundenen Ernährungsweise. Und ich achte trotz der Kalorienzählung (am Anfang wichtig, um ein Gefühl dafür zu bekommen und Grundkenntnisse zu besitzen) darauf, dass ich mindestens einmal am Tag Hunger habe, d. h. bei mir vor dem Frühstück. Ist dies nicht der Fall, dann reguliere ich die Menge einer oder mehrerer Mahlzeiten am nächsten Tag. Die Abwechslung findet nur durch die verschiedenen Sorten von Ölen, Kräutern, Obst und Gemüse sowie der Eiweiße statt aber nicht in der gegebenen Grundstruktur, so dass die Trennkost und die anderen Regeln stets eingehalten werden. Anstatt des Getreides könnte man auch Nudeln o.ä. essen. Insbesondere durch die Möhren gibt es auch ordentlich was zu beisen, was ja psychologisch durchaus nicht unwichtig ist. Ab und an mach ich auch Pausen von bestimmten Nahrungsmitteln, bspw. Kartoffel- oder Möhrenpause oder es gibt zum Frühstück auch mal Eintopf. Jeder muss schauen, was er verträgt und womit er sich wohl fühlt.

Und natürlich habe ich mich nur äußerst widerwillig diesem so durch und durch vernünftigen Speiseplan ergeben, der sich in dieser Form Stück für Stück entwickelte. Jedes Mal wenn ich aufgrund meiner Vernunftwerdung von einer geliebten, aber unvernünftigen Mischkost-Zusammenstellungen lassen musste, d. h. letztlich doch alle Essensvarianten die ich bevorzugt gegessen habe, war das gejammere des inneren „Schweinehundes“ nicht zu überhören und auch nicht zu überfühlen. Aber letztlich, nachdem auch hier der Kampf Stück für Stück gewonnen war, gab mir mein Körperempfinden vollkommen Recht und nun ist es eine große Freude so vernünftig zu essen, für Körper, Geist und Seele.

Ernährt man sich mind. vier Wochen nach diesem Plan und steigt dann wieder auf die übliche Mischkost um, so wird man zum einen deutlich feststellen, wie ungesund die Misch-Kost ist und zum anderen, wie sehr man sich auch an solche körperlich-ungesunden Handlungen gewöhnt. Mir ging es so. Es ist wie beim Rauchen, bei dem sich der Körper bei der ersten Zigarette heftig durch Hustenanfälle wehrt, sich dann aber daran gewöhnt, was das Rauchen aber nicht gesünder macht. Denn diese Mischkost liegt in den ersten Tagen nach der Umstellung beständig wie ein schwerer und ganz unangenehmer Stein im Bauch. Nach mehr oder weniger vielen Tagen gewöhnt man sich aber wieder daran und nimmt diesen Stein dann nicht mehr wahr. Das bedeutet aber nicht, dass der Körper nicht über kurz oder lang solch eine Unvernunft durch Krankheiten und anderweitige Probleme offenbart. Und so kann man es ja auch in der heutigen Gesellschaft in der ganzen Breite wahrnehmen, vor allem in den späteren Teilen des Lebens, wenn die Puffersysteme des Körpers versagen und er mit seiner so bewunderungswürdigen Flexibilität an das Ende der nötigen Harmonieerhaltung gerät. Die heute so überaus ungesunde Ernährung ist ein wesentlicher Grund für viele schwere körperliche Gebrechen in dieser Gesellschaft, aber auch leichterer wie bspw. Müdigkeit, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Verspannungen, Darmprobleme, Allergien etc. pp.

Und abschließend: Tierische Einweiße sind wichtig. Wer gänzlich ohne sie leben will, wird sehr wahrscheinlich früher oder später körperliche Probleme bekommen. Es gibt zwar bspw. bestimmte Algenarten, die wohl alle essenziellen Aminosäuren enthalten, aber man fährt mit einer Mischung aus Eiern und Fisch bzw. Milchprodukten doch sehr viel sicherer. Pflanzliche Eiweiße sind weniger sinnvoll für den Körper und so gut wie nicht verwertbar. Was das Fleisch als ausgewogenste Eiweißquelle angeht, ist es heutige einfach nur abartig, wie es zustande kommt und mit was es alles durchsetzt ist, ganz abgesehen davon, dass ich es persönlich nicht für moralisch vertretbar halte, dass man Tiere töten sollte, um sich ordentlich bspw. mit Eiweißen zu versorgen, wenn es doch vernünftigere Alternativen gibt. Das ein toter Fisch nur eine vernünftigere, aber keine vernünftige Lösung ist, ist mir auch bewusst. Aber der Fisch steht als Tier dem Menschen am wenigsten nahe, wohingegen die Säugetiere die gewöhnlich verspeist werden, dem Menschen erheblich näher stehen. Tierische Eiweiße, d. h. hier, Eier, Fisch und Milchprodukte, sind ein nötiger Kompromiss, den man einfach eingehen muss.

Nachtrag zum PDF: Das Wasser was in den Nahrungsmitteln enthalten ist, rechne ich nicht in die mindestens ca. 2 Liter Wasser, die ich am Tag trinke.

 

Verschlagwortung: 

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