Essenzielle Aminosäuren

Essenzielles muß dem Körper ausreichend zugeführt werden, sonst kommt es früher oder später zu Problemen.
Fisch

Eine Bachforelle. Auch zu empfehlen: Hering, auch weil er realtiv viel Vitamin D enthält, das "Sonnenvitamin". (Bild: Steven Otto)

Unter Aminosäuren versteht man (u.a.) die Bausteine der Proteine. Bekannt sind derzeit 23 solcher proteinogenen Aminosäuren und davon sind acht essenziell. Proteine sind nichts anderes als Eiweiße und die Aminosäuren wie gesagt deren Bausteine. Für den menschlichen Körper sind Eiweiße u.a. für das Blut, die Antikörper, Hormone, Enzyme, Zellen und das Gewebe wichtig und die essenziellen Amonisäuren müssen dem Körper kontinuierlich zugeführt werden.

Der einzige Vorteil des Fleischkonsums ist die Tatsache, dass man damit seinen Bedarf an essenziellen Aminosäuren am effektivsten decken kann. Unter bestimmten Voraussetzungen ist gegen Fleichskonsum nichts zu sagen, aber was heute diesebzüglich passiert ist natürlich zu verurteilen, denn mit dem Fleischkonsum sind neben den moralischen heute auch immer mehr oder weniger gesundheltliche Problematiken verbunden, Stichwort bspw. Antibiotika. Als Alternative bleibt die eigene oder eine lokale Zucht und bspw. Pflanzen. Auch in pflanzlicher Nahrung sind Eiweiße enthalten bspw. auf 100 gr Weizen 12 gr Eiweiß und zum Teil natürlich auch essenzielle Aminosäuren, bspw. in bestimmten Algensorten sogar alle essenziellen, so dass es heißt, man könne sich komplett auch ohne tierische Eiweiße ernähren. Aber mit pflanzlicher Nahrung geschieht das lange nicht so effektiv und wer will schon bspw. extra Tabletten deshalb schlucken, die in den meißten Fällen wohl auch nichts natürliches mehr enthalten. Was die fleischlose Ernährung angeht unterscheidet man u.a. folgende Stufen:

  • der klassische Vegetarier, der nur pflanzliche Nahrung zu sich nimmt bzw. der Veganer der jegliche Nutzung von tierischen Produkten ablehnt,
  • der Ovo-Lakto-Vegetarier der neben pflanzlicher Nahrung auch Milch- und Eierprodukte isst und
  • der Pescetarier, der neben pflanzlicher Nahrung auch Milch- und Eierprodukte sowie Fisch isst.

Das nun Fisch in diesem Zusammenhang nicht als Fleisch betrachtet wird, mag rein chemisch nicht korrekt sein. Die Unterschiede zum herkömmlichen Fleisch sind die Tatsachen, dass es sich bei Fischen nicht um Säugetiere handelt bzw. sie wechselwarme Tiere sind, d.h. ihre Körpertemperatur passt sich der ihrer Umgebung an. Getötet werden müssen natürlich auch Fische, wenn man sie essen will und in dem Sinne sind auch hier moralische Bedenken nicht unangebracht, aber zum einen stehen sie auf der Evolutionsstufe relativ weit unter uns, denn der Mensch ist rein körperlich nunmal ein Säugetier und auch wenn beide Gattungen natürlich fühlendes Leben repräsentieren, so doch in einer ganz unterschiedlichen Qualität, und zum anderen muss man einfach auch, wie so oft in diesem Leben, aus Gründen der Vernunft Kompromisse eingehen.

Denn nach meinem Gefühl wird bei reinem Vegetarismus der Körper nicht ausreichend mit essenziellen Aminosäuren versorgt. Und eine Studie (s. bsp. hier) stimmt dem indirekt zu, denn sie besagt, dass der Pescetarier am gesündesten lebt mit einer 19% niedrigeren Sterbequote als der Fleischesser oder der klassische Vegetarier, auch wenn in dieser Studie mutmaßlich die Omega-3-Fettsäuren im Fisch dafür verantwortlich gemacht werden. Das ich Pescetarier bin, habe ich erst aus dieser Studie erfahren, man lernt ja nie aus, aber wichtiger, mit dieser Studie wird in gewisser Weise auch mein Gefühl diesbezüglich bestätigt.

Generell gilt für eine gesunde Ernährung: Man sollte mindestens 0,8  bis 1,2 gr Eiweiß pro kg Lebendgewicht pro Tag zu sich nehmen, um den Eiweißbedarf seines Körpers zu decken. Wer Kraftsport betreibt oder einer entsprechenden Arbeit nachgeht, verträgt natürlich auch 1,5 bis 2 gr. Bei mir wären das z. Zt. ca. 80 gr Eiweiß pro Tag. Da sich bspw. im Quark ca. 8 gr Eiweiß pro 100 gr befinden, sollte ich also mindestens 1.000 gr Quark am Tag essen, sofern ich nicht auch anderweitig Eiweiße zu mir nehme, was ich natürlich tue, bspw. durch das Getreide oder Gemüse, dass ich täglich esse und so beläuft sich der zusätzliche Eiweißbedarf bei mir in Quark ausgedrückt auf ca. 100 - 200 gr. Ich hatte das alles mal ausgerechnet bei meiner Ernährungsumstellung. Man sollte schon ungefähr wissen, was man so zu sich nimmt, denn auf Dauer kann der Körper etwaige Mängel nicht ausgleichen.

Die pflanzlichen Eiweiße bilden bei mir also nur die Basis. Ich trinke zudem regelmäßig jeden 2. Tag einen viertel Liter Milch (nicht ultrahocherhizt, nicht homogenisiert, d.h. normale Milch, nur pasteurisiert) und esse wie gesagt auch fast jeden Tag Quark und Joghurt. Dabei geht es um die Eiweiße an und für sich und zusätzlich gibt es bei mit aller zwei Tage aufgrund des Bedarfs an essenziellen Aminosäuren auch Eier oder Fisch, gestern die oben abgebildete Forelle aus einer Fischzucht hier in der Nähe.

 

Verschlagwortung: 

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