Die Tugenden: Herzensreinheit

Ein tugendhaftes Leben zu führen heißt ein relativ geistiges Leben zu führen.
Feuer

Das Feuer: Seit je her Sinnbild des Göttlichen und das Göttliche wurde u.a. immer auch als die Vereinigung aller Tugenden und das in höchster Vollkommenheit gedacht. (Bild: Steven Otto)

Weitere Tugenden die der Herzensreinheit förderlich sind, sind u.a. Sanftheit, Friedfertigkeit, Wohlwollen, Menschlichkeit, Güte, Geduld, Toleranz, Gewaltlosigkeit und nicht zueltzt die Vergebung.

Wikipedia weiß uns folgendes zur Vergebung zu berichten:

Großmut als Fähigkeit und Bereitschaft zur Vergebung gilt seit der Antike als Tugend von Herrschern und wird heute als ein Merkmal fortgeschrittener Zivilisation angesehen.

Vergebung, das Gegenteil von Rache, ist auch das Erste was man tun muss, um überhaupt eine geistige Entwicklung vollziehen zu können. Wer einen Groll gegen Irgendetwas oder Irgendjemanden in seinem Herzen trägt, der kann sich nicht geistig entwickeln, da solche und ähnliche Gefühle, wie Hass, Angst, Wut und dergleichen mehr, das geistige Licht des Menschen verlöschen. Denn sie stehem dem Geistigen oder Göttlichen, was seit je her als das Gute und Schöne, die Liebe und das Leben, Glückseligkeit und Harmonie an und für sich verstanden wurde, diametral entgegen.

Und diese Vergebung muss ganzheitlich erfolgen, gleich ob man nun zu Recht oder zu Unrecht einen Groll hegt. Das spielt nicht die Geringste Rolle. Wir alle sind unvollkommen und so hat niemand ein Recht andere zu verurteilen, aber jeder die Pflicht, Fehler anderer zu vergeben, wie grausam und ungerecht sie mitunter auch sein mögen. Nur die Vergebung kann unser Herz und damit auch uns selbst läutern. Die Vergebung, auch allgemein gegenüber dem Leben, was manchen von uns so schwer zu prüfen weiß, ist unabdingbarer erster Schritt auf dem Weg zu einem tugendhafteren und geistigeren Leben.

Karma, das Gesetz der Widervergeltung, zugleich auch Gesetz der ausgleichenden Gerechtigkeit, die geistige Entwicklung als primärer Sinn und Zweck der Natur und ihrer vernunftbegabten Geschöpfe und die wichtige Stellung des Menschen in der Ordnung der Dinge oder der höhere Sinn des menschlichen Daseins, all das ist es, was die so wichtige Bereitschaft zur Vergebung auch in schwierigen Angelegenheiten einfacher macht bzw. machen sollte. Vergebung ist der erste Prüfstein auf dem Weg seiner geistigen Entwicklung und Vergebung eines zu Unrecht erfahrenes Leids zweifelsfrei auch einer der schwierigsten.

Hinsichtlich bewusster Vergebung trifft sicher zu, was schon Goethes Reineke Fuchs wusste,

denn höher vermag sich niemand zu heben, als wenn er vergibt!

In diesem Sinne wünsche ich jedem ein reines Herz und einen unantastbaren Frieden mit der Welt, was auch immer sich zuträgt.

 

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