Die guten, alten Taschentücher

Papier (verschwenden) oder Stoff (nutzen), dass ist hier die Frage. Und die richtige Antwort kennt bei dieser Frage wohl jeder.
Stofftaschentücher

Frisch gewaschen und (zugegeben, nur für's Foto) gebügelt: Stofftaschentücher (Bild: Steven Otto)

Wer kennt sie noch, die guten alten Stofftaschentücher? Stofftaschentücher? Ja, Stofftaschentücher. Ich kenne sie noch aus meiner Kindheit, aber auch ich habe in den letzten Jahrzehnten Papiertaschentücher benutzt. Im Lichte der Vernunft (hier: Stofftaschentücher) sind Papiertaschentücher natürlich eine schlimme Verschwendung natürlicher Ressourcen. Holz ist nur ein nachwachsender Rohstoff, wenn man tatsächlich auch mal einen Baum pflanzt. Und die ganze Energie, die zur Herstellung und Entsorgung oder Recycling gebraucht wurde, ist damit noch lange nicht "nachgewachsen".

Aber heute wird für fast jedes schniefen ein Taschentuch verbraucht. Schnief und weg, man hat es ja schließlich bezahlt. Sieht denn niemand, was das für eine unnötige Verschwendung ist? Oder ist die vernünftige Alternative innerhalb zweier Generationen vollkommen in Vergessenheit geraten? Ist uns denn Mutter Natur und ihre Ressourcen oder gar unser Gewissen so völlig egal?

Als ich diesen Umstand erkannte, habe ich mir eine große Packung Stofftaschentücher gekauft. Am Anfang ist es natürlich ungewöhnlich, sich wieder mit Stoff die Nase zu putzen. Nach ein paar mal, hat man sich aber schnell daran gewöhnt. Ich finde es nun sogar angenehmer. Und das das unhygienisch wäre, halte ich für Quatsch. Je nach Schnupfengrad muss man das Tuch natürlich früher oder später wechseln und nach einer ordentlichen Wäsche sind die wieder wie neu. Zumal sie aufgrund ihrer Größe auch einfach mitgewaschen werden und nicht einmal zusätzliche Wasch-Ressourcen verbrauchen.

Das macht am Ende des Lebens doch einen gewaltigen Unterschied, ob man ein paar Stofftaschentücher gebraucht (Erbmasse) oder ein paar zig-tausend Papiertaschentücher verbraucht hat. Wer also wirklich umwelt- oder naturfreundlich ist, der fängt am besten bei sich selbst und mit solchen kleinen Dingen an, die auf Dauer doch eine größere Wirkung haben.

Verschlagwortung: 

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