Der Umbruch Teil 2 - wahrscheinliches Szenario: Eurountergang

Man muss nun wirklich kein Prophet sein, um zu erkennen, was mit großen Schritten auf diese Gesellschaft zukommt, sondern man muss sich nur ein wenig in Geschichte und mit dem Geldsystem auskennen.
Goldmünze Krügerrand 1OZ 1/10 Oz

Solider Sachwert mit hoher Wertedichte, schon seit tausenden Jahren: Gold.

In Teil 1 der Serie wurde klar, dass es (a) beim derzeitigen Geldsystem nicht die Frage ist ob, sondern nur wann es kollabiert und (b) das die Anzeichen, dass sich dieses System dem unweigerlichen Ende nähert, bereits evident sind. Was die Zukunft betrifft, gehe ich von zwei signifikanten Ereignissen aus, zum einen von einer baldigen massiven Korrekturphase und zum anderen von einem später erfolgenden Systemzusammenbruch.

Der Eurountergang

Die Korrekturphase wird sichtbar mit dem Ende des Euros beginnen. Das es sich beim Euro um eine aufgezwungene politische Fehlkonstruktion handelt, stand von Anfang an fest und hätte man das Volk entscheiden lassen, würden wir immer noch mit DM zahlen, aber dem war nicht so. Es ist einleuchtend, dass man so wirtschaftlich verschiedene Staaten innerhalb eines Währungsraums auf Dauer nicht nivellieren kann, schon gar nicht wie es versucht wird, denn darunter leiden langfristig sowohl die starken als auch die schwachen Staaten. Viele glauben das natürlich nicht, da wir ja in der Presse alle so sehr vom Euro profitieren. Wer sich damit besser fühlt, soll daran glauben, nur mit der Realität hat das leider nichts zu tun.

Die Politiker die etwas zu sagen haben, werden es wie immer machen, auf ihre Berater hören und demnach werden sie bis kurz vor 12 natürlich in guter alter Tradition verlauten lassen, dass alles in Ordnung sei und der Bürger keinen Grund zur Sorge hat, die Sparvermögen sind genau so sicher, wie die Rente, natürlich. Wahrscheinlich über ein Wochenende wird dann das „unvorhergesehene“ doch passieren und dass mehr oder weniger von heute auf morgen, nämlich dann, wenn irgendwo im Finanzmarkt das Chaos aufgrund irgendeines Ereignisses seinen Lauf beginnt und sich als vernichtende digitale Feuersbrunst in kürzester Zeit durch die halbe Finanzwelt fressen wird.

Wenn der Euro kollabiert, wird der aufgrund dessen einsetzende Blackout der Finanzwelt mit voller Wucht auch auf die Politik und letztlich natürlich auch die Wirtschaft durchschlagen. Innerhalb des wirtschaftspolitischen Europas wird das Chaos natürlich am größten sein. Je nach dem wie und wie schnell die einzelnen Staaten Europas reagieren, wird sich sehr vieles ändern, das Pendel der Europäisierung wieder in die Gegenrichtung schwingen.

Eine neue Währung muss her. Ich gehe davon aus, dass in großen Teilen der Dollar kommen wird, auch wenn es Staaten gibt, die wieder ihr eigenes Süppchen kochen möchten, Deutschland da wohl her nicht dazugehören. Im Grunde steht der Dollar natürlich auch nicht besser da, zumindest von den Zahlen her. Was aber der Unterschied zwischen Euro und Dollar ist, der nicht nur mich zum Schluss kommen lässt, dass es zuerst der Euro sein wird der über die Klippe springt und eben nicht der Dollar, ist einfach die Tatsache, dass die USA politisch und militärisch global sicher in einer ganz anderen Liga spielt als Europa..

Aber egal wie sie sich die dann gebräuchliche Währung nennt, ob neu oder altbekannt, am Eingangs beschriebenen System wird sich nichts Wesentliches ändern.

Die Konsequenzen

Die mehr oder weniger ausgeprägten Wirren und die systeminhärenten Konsequenzen werden vor allem eine sehr unangenehme Vollbremsung der Weltwirtschaft zur Folge haben. Insbesondere Europa selbst wird natürlich sehr hart betroffen sein und auch in Deutschland wird die Wirtschaft mehr oder weniger schnell sehr spürbar schrumpfen. Sehr viele Unternehmen werden schließen müssen, sehr viele Menschen werden ihre Arbeit verlieren und die Länder treten in einen mehr oder weniger langen Negativkreislauf ein, der nichts anderes als die systembedingt nötige Korrekturphase darstellt.

In Zeiten großer Unsicherheit geben die Leute natürlich nicht mehr Geld aus, als sie müssen. Schulden machen wird es auf absehbare Zeit ohnehin nicht mehr geben, so einfach wie das heute ist, so schwierig wird das in Zukunft sein.

Wenn nun die Umsätze der Firmen zurückgehen weil sie nicht mehr herstellen oder verkaufen können, dann bekommen sie schnell Schwierigkeiten und müssen schrumpfen und Leute entlassen oder ganz schließen. Die Menschen ohne Arbeit können ihre Schulden nicht mehr bezahlen, die ja heute zum „guten Ton“ gehören und dass heißt, sie werden je nach Rücklagen früher oder später das, was sie auf Schulden finanziert haben, verkaufen müssen oder die Bank tut das. Sehr vielen Menschen wird es so gehen und deshalb wird der Markt geradezu überschwemmt mit den Sachwerten, die gemeinhin auf Kredit finanzierten werden, wie bspw. Firmen, Grundstücke, Häuser, Autos, sonstige Sachwerte. Da also ein großes Überangebot solcher Werte auf der einen Seite besteht und dazu noch ein Mangel an potenten Käufern auf der anderen Seite, so werden die Sachwerte dieser Kategorien natürlich massiv im Wert fallen.
Andererseits aber muss man sich vergegenwärtigen, dass so gut wie alles, was wir an Gebrauchsgegenständen nutzen, in China oder anderen vergleichbaren Ländern hergestellt wird. Und da es die Währungs- und Wirtschaftverwerfungen gibt, was sich bis zu einem gewissen Grad natürlich auch global äußern wird, werden alle diese Gebrauchsgegenstände und Waren die in fernen Ländern hergestellt werden, längere Zeit nicht bzw. zu ganz anderen, sprich viel höheren Preisen als heute in Deutschland angeboten werden.

Während also das was man verkaufen muss massiv im Preis fällt, werden alle Gebrauchsgüter und das, was man zum täglichen Leben unbedingt benötigt – und Deutschland importiert heutzutage sogar Getreide – massiv im Preis steigen. Letzteres betrifft also vor allem Dinge wie bspw. Schuhe und Kleidung, aber natürlich auch Strom und Wasser etc. und ganz sicher auch Nahrungsmittel. Das Supermarktangebot wird sich zudem massiv ausdünnen.

Außerdem werden der finanziellen Front noch andere Brände entstehen, die man bisher für unmöglich hielt. Ob das nun die Aktiennotierungen betrifft oder bspw. Renten- oder Fondsparpläne, Lebensversicherungen etc. Grundsätzlich kann jedes Unternehmen Pleite gehen, auch ein Konzern wie bspw. die Allianz und wenn das passiert, dann ist das dort angelegte Geld schlicht und einfach weg. Zudem kommt mit der Währungsreform das Risiko eines Vermögensschnittes, bspw. über das Umtauschverhältnis oder von Zwangshypotheken etc. All das wäre bei weiten nicht das erste Mal. Wenn es ans Eingemachte geht, dann wurde stets und wird wohl auch wieder mit der Begründung „höhere Gewalt“ Recht und Gesetz ausgehebelt und zwar vom Stärkeren und der heißt nicht klein Maxi, sondern Staat, Bank, und Konzern.

Die Welt wie wir sie heute kennen, d. h. die relative Sorglosigkeit, die Rundumversorgung, die Luxus, Freizeit- und Spaßgesellschaft etc., all das wird es so ganz sicher nicht mehr geben. Da sind die wesentlichsten und wie gesagt systeminhärenten Konsequenzen.

Was ich nun neben all diesem Horror nicht erwarte, ist die Möglichkeit, die ja immerhin auch besteht, dass das ganze System kippt, indem es bspw. über Bürgerunruhen zu einem großen Chaos kommt, dass weder Polizei noch Militär nicht mehr beherrschen können und zudem die Strom- und damit Wasser- und Nahrungsmittelversorgung komplett zusammenbrechen. Ich gehe davon aus, dass der Eurountergang in relativ geordneten Bahnen verlaufen wird und das große Chaos ausbleibt. Was andererseits natürlich immer zunimmt in solchen Extremsituationen ist die Kriminalität und gerade in den Großstädten wird es auch ohne Chaos wohl eher nicht so angenehm werden.

Das Systemende

Soweit zu den Auswirkungen, wie sie bisher noch immer in einer solchen Situation eingetreten sind. Grundlegend am Geldsystem wird sich m. E. nichts ändern. Der Dollar wird wohl in die Presche springen, was ihm gut tun wird und auch das Zurücksetzen des System hinsichtlich der Korrektur, die mit dem Eurountergang einhergeht, wird dem System an und für sich wieder etwas Luft verschaffen. Ich gehe deshalb wie gesagt von einem weiteren signifikanten Ereignis aus, während dessen der Dollar und mit im das Weltfinanzsystem untergehen wird. Sehr wahrscheinlich werden wir das noch miterleben.

Und das wird dann tatsächlich der von Madame Blavatsky in der Geheimlehre angesprochene Umbruch sein, der Zusammenbruch des materialistischen Systems, der ein sehr markanter Wegpunkt der Geschichte des 21. Jahrhunderts sein wird. Und erst dann wird es wirklich schrecklich und nicht nur in Europa. Aber auch das wird nicht das Ende sein und die Welt wird nicht in Tod und Chaos versinken, auch wenn es in den Großstädten dann sicher sehr grausam werden wird. Wenn sich die karmischen Nebel der Untugend und Unvernunft gelichtet haben, wird das Leben wie immer auch wieder weitergehen, wenn auch auf einer ganz anderen Entwicklungs- bzw. Kulturstufe.

Viele Menschen spüren schon länger, dass etwas in der Luft liegt und das es so wie im Augenblick nicht mehr lange gut gehen wird. Nur all das konkret ins Auge zu fassen und wie gesagt lehrt uns die Geschichte diesbezüglich einiges (s.o.), verlangt natürlich jede Menge Mut. Sich Sorgen um die Zukunft zu machen ist unvernünftig, vernünftig aber ist es, das Beste zu hoffen und auf das Schlimmste vorbereitet zu sein. Und was man dafür tun sollte, darum geht es im dritten Teil dieser Serie.

 

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